Aus einer Rede von Nelson Mandela

Unsere  t i e f s t e

Angst / Furcht

'Unsere tiefste Angst ist nicht, dass wir unzulänglich sind. Unsere tiefste Angst ist, dass wir grenzenlose Macht in uns haben. Es ist unser Licht und nicht unsere Dunkelheit, wovor wir uns am meisten fürchten.

 

Wer bin ich schon, fragen wir uns, dass ich schön, begabt und fabelhaft sein soll? Aber ich frage dich, wer bist du, es nicht zu sein? Du bist ein Kind Gottes. Dich kleiner zu machen, dient unserer Welt nicht. Es ist nichts Erleuchtendes dabei, sich zurückzuziehen und kleiner zu machen, damit andere Leute nicht unsicher werden, wenn sie in deiner Nähe sind.

 

Wir wurden geboren, um die Herrlichkeit Gottes, die in uns ist, zu offenbaren. Sie ist nicht nur in einigen von uns, sie ist in jedem von uns. Wenn wir unser eigenes Licht strahlen lassen, geben wir unbewusst unseren Mitmenschen die Erlaubnis, dasselbe zu tun.'


Selbst auferlegte Tyrannei

'Kein Großinquisitor hat so entsetzliche Foltern in Bereitschaft wie die Angst; kein Spion weiß so geschickt den Verdächtigen gerade in dem Augenblick anzugehen, in dem er am schwächsten ist, oder weiß die Schlinge, in der er gefangen werden soll, so bestrickend zu legen, wie die Angst es weiß; und kein scharfsinniger Richter versteht den Angeklagten so zu examinieren wie die Angst, die ihn niemals loslässt, nicht bei der Zerstreuung, nicht im Lärm, nicht bei der Arbeit, nicht am Tag, nicht in der Nacht.'

Sören Kierkegaard ('Der Begriff Angst', S. 171f.) 


Stress ist Angst und Friede ist Kraft

... "Wie beschämend ist es für den Menschen", schrieb der bekannte Theologe Abraham Joshua Heschel, "das größte Wunder auf der Erde zu sein und dies doch nicht zu erkennen. Wie beschämend für den Menschen, dass er im Schatten der Größe lebt, und nicht um diese weiß." Dieser wundervolle Geist, der aus beinahe unendlichen Punkten des Lichtes in unserem Gehirn entspringen kann, ist wie ein glitzerndes Juwel, das wir vor so langer Zeit in einen Safe eingeschlossen haben, dass wir inzwischen die Kombination vergessen haben. Was hat dazu geführt, dass wir die Kombination für den Safe vergessen haben? Warum haben wir an der Macht des Geistes gezweifelt oder sie missbraucht? Die Antwort ist: Es war Stress, der, biologisch betrachtet, Angst ist. ...

Don Joseph Goewey (aus 'Mystisch Cool', S. 40)    

Lichtkristall MONA'OHA (Vertrauen)
Lichtkristall MONA'OHA (Vertrauen)

Liebe und Vertrauen stärken

Angst lähmt

  • Bitte heile meine auf Angst basierenden Gedanken und Gefühle.
  • Möge die Liebe den Platz der Angst einnehmen.

'Meine Freunde, durch die Entwicklung der lieben Klarheit und Achtsamkeit vermögt ihr, das Greifen nach Vergangenheit und Zukunft zu überwinden, Anhaftung und Abneigung hinter euch zu lassen und alles ängstliche Streben zu unterlassen, sodass sich die unerschütterliche Freiheit des Herzen einstellt, hier und jetzt.' 

Buddha


Der Schüler ging zum Meister und fragte ihn: "Wie kann ich mich von dem lösen, was mich an die Vergangenheit kettet?"

Da stand der Meister auf, ging zu einem Baumstumpf, umklammerte ihn und jammerte: "Was kann ich tun, damit dieser Baum mich loslässt?"


'Angst wird durch Unwissen verstärkt. Wissen und die Konfrontation mit dem Ängstigenden sind das Mittel der Wahl, wie die langen Erfahrungen mit dem Programm „Angstfrei leben“ zeigen. Das deutsche Wort „Angst“ kommt vom Lateinischen „angustus“, was „eng“ heißt. Wer sich weit und offen der Angst stellt, nimmt ihr die Macht. Wer aber Unsicherheit und Enge verbreitet, fördert Angst, die einem dann sprichwörtlich im Nacken sitzt.'

Rüdiger Dahlke



'Als ich die bedingungslose Liebe des Universums für mich entdeckte, verstand ich zutiefst, dass Angst das wahre Gegenteil von Liebe ist und Liebe das Gegenteil von Angst. Es ist die Polarität des Lebens.'



Dies ist das Ende der Angst

Willkommen am Ende der Angst

Wir sind viele - und wir sind da

Vorbei am Vordergründigen werfen wir den entschleierten Blick auf das Wesen der Dinge. Kein Wort mehr nötig. Die schillernden Masken der Manipulation zerfallen wie Schuppen vor unseren Augen langsam zu Staub. Ein Handstreich noch, und sie sind fort.

 

Es ist mehr als ein Erkennen oder ein Wissen. Es sind Informationen aus einer Ebene, deren Tore sich öffneten, als unser Bewusstsein die Gefilde der Angst verlassen und den Tempel der kindlichen Freude an der Schönheit wiedergefunden hatte.

 

Dies ist das Ende der Programmierung. Der Programmierung durch Schwingung wie Wort, Bild und Ton, codiert, das Bewusstsein auf dem Nährboden von Angst und Trennung verdorren zu lassen.

 

Die Akte von Gewalt und Zerstörung lassen die Kulissen des Vordergründigen immer durchscheinender werden. Wir haben die sich stetig wiederholenden Muster erkannt. Wir haben den Geheimcode entschlüsselt. Das Offensichtliche ist uns kein Rätsel mehr, und unsere Zahl wächst täglich.

 

Wir sind viele. Und wir sind da.

 

Dies ist das Ende des Konsums. Das Ende der stillen Akzeptanz vorgefertigter Parolen und Konzepte. Das Ende der Schablonen und Raster, die dazu dienten, uns gegeneinander auszuspielen.

 

Willkommen in der Großen Stille – inmitten eines Raumes, der entsteht, wenn der Mensch sich aus sich selbst heraus zu definieren beginnt, weil er das Göttliche nicht mehr im Außen sucht.

 

Die Große Stille erschüttert die Welt, denn die Macht ihrer Offenbarung lässt keinen Stein auf dem anderen.

 

Das Verlangen nach dieser Stille ist groß geworden und ihre Kraft übermächtig. Als eine nie dagewesene, gewaltige Woge spült die Stille jegliche Angst aus unserem Bewusstsein und hinterlässt ein Schweigen, aus dessen Schoß die Wahrheit geboren wird.

 

All dies geschieht Jetzt.

 

Willkommen am Ende der Angst.

Sieben kleine Worte

Inspiriert von ein Kurs in Wundern

'Bitte heile meine

auf Angst basierenden Gedanken.'

Wie oft machen wir uns Sorgen um Geld, den Job, die Familie oder die Gesundheit? Diese negativen Gedanken beeinflussen unser Leben, da sie sich in unserem Denken und Fühlen verankern und unsere Lebensqualität ungemein trüben. 

Debra Landwehr Engle hat, basierend auf dem Klassiker Ein Kurs in Wundern, ein Gebet entwickelt, das unsere Probleme und Sorgen genau dort auflöst, wo sie entstehen - in unseren Gedanken und Verhaltensmustern. Durch die sieben kleinen Worte findet ein entscheidender Wechsel in unserem Inneren statt - von sorgenvoller Angst zu Liebe und Akzeptanz. Ein ebenso einfach wie wirksamer Weg, um in die eigene innere Kraft zurückzufinden, diese zu aktivieren und befreit zu leben.

ISBN 978-3-4563-70282-0


Angst ist der Hüter der Schwelle

'Nach Aussage von Isis gibt es keinen Planeten in diesem Universum, in dem die Angst so mächtig herrscht und regiert wie auf der Erde. Angst ist die größte Illusion der Schöpfung, das absolute Gegenstück dessen, was Schöpfung ist. Aus der

Sicht der Schöpfung existiert Angst überhaupt nicht. Und doch hat Angst dazu geführt, dass wir Kriege und Epidemien, dunkelste Zeitalter und Weltuntergänge erschaffen, durch Selbstverrat und Eifersucht den Tod finden - und niemals wirklich leben

konnten. Angst ist ein Dämon, der keine eigene Existenzgrundlage hat. Er wohnt und wuchert ausschließlich in den Gefühlen der Menschen - und ist doch nur ein graues Gespenst, das sich auflöst, wenn wir es anlächeln. ...'

 

Webinarserie 'Weltfrieden erschaffen' (5. Teil) mit Sabine Wolf 



Bleib auf deinem Weg

Großvater und Enkel sprechen über die wirklich wichtigen Fragen des Lebens: Wie geben wir unserem Leben einen Sinn und sehen seine Schönheit? Geschichten aus der Weisheit der Lakota Indianer.


Ihre Botschaft: Geh mutig deinen Weg und glaube an deine Träume.

 

Schatten und Sonnenschein

Zwei Männer reisten kreuz und quer durch ein Land, das in Sonnenlicht getaucht war. Der eine war ein Holzschnitzer und der andere ein Juradozent. Ihre Reise war angenehm. Der Weg war breit und es gab Herbergen, in denen sie nachts Rast machten. Polizisten und Soldaten frequentierten die Straße, und somit wussten die Reisenden, dass sie von Dieben und anderen Leuten, die ihnen Schaden zufügen wollten, sicher waren. Deshalb verlief die Reise, obwohl diese Umstände segensreich waren, ohne Aufregung oder Herausforderungen. Nach einigen Tagen führte der Weg in einen großen, sehr dunklen und dichten Wald. Der Juradozent hielt am Waldesrand an und weigerte sich, noch einen Schritt weiterzugehen. 

 

"Wir müssen in den Wald gehen", beharrte der Holzschnitzer. "Es ist ein Teil unserer Reise."

"Aber ich mag keinen tiefen Schatten", sagte der Dozent. "Ich weiß nicht, was sich dort im Dunkeln versteckt. Es könnten Diebe dort lauern, die darauf warten, uns zu überfallen, oder möglicherweise bösartige, wilde Tiere."

"Das stimmt", antwortete der Holzschnitzer. "Der Wald ist ein Ort, an dem es vieles gibt. Es  könnten dort andere Reisende oder gefährliche und unbekannte Dinge geben. Doch wir werden es erst wissen, wenn wir in diesen Schatten hineingehen. Es gibt dort drinnen jedoch etwas, das am aller gefährlichsten ist. Das weiß ich."

Der furchtsame Juradozent schrak zurück. "Wovon in aller Welt sprichst du? Was kann da gefährlicher sein als Diebe und wilde Tiere?" 

"Deine Ängste", erwiderte der Holzschnitzer und betrat den Wald.

Er lief tief in die Schatten. Mehr als einmal versteckte er sich vor Diebesbanden, die nach Personen Ausschau hielten, die sie berauben konnten. Ein anderes Mal kletterte er auf einen Baum, um den Klauen eines wütenden Bären zu entkommen. Bevor er die andere Seite des Waldes erreichte, musste er vom Weg abweichen, um Wasser zu finden, und nach etlichen Tagen und Nächten kam er auf der anderen Seite des Waldes zum Vorschein und kam wieder in den Sonnenschein.

 

Der Juradozent war währenddessen aus Furcht, dem Schatten zu begegnen, am Rande des Waldes geblieben.   

"Was glaubst du, was aus dem Mann, dem Juradozenten, geworden ist", fragte Jeremy neugierig. "Blieb er am Waldesrand?" 

"Was glaubst du?", entgegnete Old Hawk.

"Also ich glaube, dass wir manchmal unsere eigenen Schatten schaffen", meinte Jeremy. "So hat er vielleicht niemals herausgefunden, dass seine Ängste den Wald dunkler machten, als er wirklich war. Wenn ja, hat er nicht das lernen können, was der Holzschnitzer lernte."

"Und was hat der Holzschnitzer gelernt?", fragte der alte Mann.

Jeremy dachte einen Moment lang nach. "Manchmal müssen wir die Dunkelheit und das, was sie bereit hält, ertragen. Wenn wir das tun, schätzen wir das Licht. Der Mann, der nicht in den Wald gehen wollte, hat versucht, die Schatten, die Teil seines Lebens sind, zu leugnen", entschied Jeremy.

 

"Richtig. Außerdem hat er seinen Ängsten nachgegeben und damit sich selbst um die Erfahrung gebracht, sich ihnen zu stellen", erwiderte der alte Mann. "Deshalb lernte er die falsche Lektion. Das machen wir alle von Zeit zu Zeit. Anstatt mir darüber Sorgen zu machen, wie ich das Leben ohne deine Großmutter ertragen soll, werde ich das Beste aus der Zeit machen, die uns noch bleibt, und dem großen Vater für das Leben danken, das er uns gab."  

 

'Bleib auf deinem Weg' (Joseph M. Marshall), Seite 35 ff.

www.thunderdreamers.com


Lichtkristall EL'GOTSHA (Loslassen)
Lichtkristall EL'GOTSHA (Loslassen)

Ängste  auflösen

Sehr, sehr viele Menschen leben mit ausgeprägten Ängsten, zum Beispiel vor Tieren, Höhen- oder Flugangst, ...

Meist stellt das eine starke Einschränkung der Lebensqualität dar. Insbesondere, wenn es sich um übertriebene oder unbegründete Ängste handelt, fehlt häufig auch das Verständnis der Umwelt. So trauen sich die Betroffenen manchmal nicht einmal, über ihre Ängste zu sprechen.

Wer unter Ängsten leidet, versucht oftmals durch Vermeideverhalten, diese Angst zu kontrollieren. Bei Angst vor Hunden wird die Straßenseite gewechselt, um einem Hund auszuweichen. Bei Flugangst werden nur Urlaubsziele ausgewählt, die mit dem PKW zu erreichen sind. Das funktioniert zwar oberflächlich, löst die Angst aber nicht auf.

Eine interessante Beobachtung ist, dass das angstauslösende Objekt (zum Beispiel die Spinne) gar nicht vorhanden sein muss, um die Angst auszulösen. Alleine der Gedanke beziehungsweise die Vorstellung reicht völlig aus, um die Angstreaktion hervorzurufen.

Dabei gibt so viele Möglichkeiten, diese Ängst zu überwinden/aufzulösen, frei zu werden und zu bleiben, ... welche hast du bisher für dich entdeckt?



Liebe und Angst, der Kreis der Lebens

Mein ganzes Leben hindurch hatte ich Angst. Die Angst beherrschte weite Teile meiner Erfahrung. Als kleines Kind lernte ich, Angst zu haben. Das wurde mir durch meine Eltern und durch Andere in meiner Umgebung beigebracht.

 

Ich lernte es, mich vor Sachen zu fürchten, vor denen sich meine Eltern fürchteten. Ich lernte es, mich vor Sachen zu fürchten, vor denen sich meine Familie fürchtete. Ich lernte es, mich vor Sachen zu fürchten, vor denen sich die Leute um mich herum und in meiner Kultur und in meiner Nation fürchteten. Ich bekam vor diesen Sachen Angst, ob ich nun einen direkten Grund hatte, vor ihnen Angst zu haben, oder nicht. Der Grund für mich dafür, vor Sachen Angst zu haben, bestand darin, dass Andere vor den Sachen Angst hatten. Ich unterstellte, dass ich, sofern sie vor ihnen Angst hatten, auch vor ihnen Angst haben sollte. Mit dem Älterwerden begann ich, mich von den Gefühlen der Menschen um mich herum zu trennen, da ich die Auswirkung erkennen konnte, die sie auf ihr Leben hatten, und ich wollte es nicht, dass die gleiche Wirkung auf mein Leben ausgeübt wurde. Ich fand, dass die Erfahrung Anderer an der Stelle und anstatt meiner eigenen Erfahrung mich enteignete. Diese Transformierung meiner eigenen Erfahrung des Lebens geriet zu einem Quantensprung, nachdem ich meine Gespräche mit Gott hatte. In jenen Gesprächen erhielt ich mitgeteilt, dass all meine Erfahrung an Leben von einem der zwei Orte ausgeht: von Liebe oder von Angst. Ich beschied, zu schauen, ob das etwa zutreffend sei. Ich unternahm ein großes Experiment. Ich beschied, zu schauen, ob ich willkürlich mein Gefühl von der Angst zur Liebe hin wandeln konnte.

 

Als Referenz wählte ich eine Frau, vor der ich sehr viel Angst hatte. Ich hatte keine Angst im physischen Sinne vor ihr, sondern psychologisch. Sie hatte in der Gemeinschaft, in der ich lebte, und an dem Ort, wo ich täglich verkehrte, eine Machtposition inne, und mir schien es, dass sie über mein Leben eine große Macht hatte. Sie hatte die Fähigkeit, Ergebnisse in meinem Leben zu kontrollieren, oder wenigstens, sie in negativer Weise zu beeinträchtigen. Vor ihrer Meinung über mich fürchtete ich mich. Ich fürchtete ihre Gedanken über mich. Ich fürchtete ihre Entschlüsse über mich. Ich fürchtete, was sie Anderen über mich erzählen würde.

 

Ich beschied, zu schauen, ob ich meine Empfindungen über diesen Menschen von der Furcht zur Liebe umzuändern vermochte. Als Ausfluss meiner Entscheidung hörte ich sorgsamer zu, was dieser Mensch in seinen alltäglichen Unterhaltungen sprach. Ich fand mich darin, dass ich mehr beobachtete, was dieser Mensch in seinen alltäglichen Handlungen tat. Ich fand mich diesen Menschen in einer neuen Weise erfahren, wie ich ihn durch neue Augen sah.

 

Ich bemerkte im Verlaufe des Experiments, dass ich ihre nackte Schönheit mit der Kleidung meiner Illusionen über sie zugedeckt hatte. Sobald ich sie auf einmal sah, wie sie wirklich war, nicht mehr, wie ich mir vorstellte, dass sie in meiner beschränkten Sicht sei, wandelte sie sich magisch direkt vor meinen Augen. Natürlich hat sich nichts an ihr verändert, nur der Gesichtswinkel, den ich ihr zugewandt einnahm, hatte sich geändert. Ich fing an, die Art zu ändern, wie ich mit ihr verkehrte. Meine eigene Schwingung wandelte sich um sie herum. Das Ergebnis war wundersam. Sie, im Gegenzug, änderte ihre Schwingung um mich herum. Sie begann zu spüren, dass meine Behutsamkeit, was sie anbelangt, irgendwo verschwunden war. Ihre Behutsamkeit, was mich betraf, schmolz desgleichen dahin. Wir begannen einander in einer Weise zu erblicken, wie wir uns einander bis dahin nicht gesehen hatten.

 

Ich fand dieses Erleben umwandelnd. Wir zwei sind nun die besten Freunde. Wir sehen uns als Kollegen und Mitarbeiter. Wir haben nicht mehr länger Angst voreinander. Zum ersten Zeitpunkt existierte nichts, wovor ich Angst hatte, doch hatte ich die Vorstellung, es gebe so etwas, und meine Vorstellung hatte die Angst hier ins Spiel gebracht.

 

Dies war für mich ein erstaunliches Experiment, da es mir eine direkte Erfahrung der Macht der Wahrheit vermittelte, der Wahrheit, dass alle Ausgänge in meinem Leben einem Ort der Liebe oder der Angst entstammen. Ich dachte, was wäre, wenn ich hinsichtlich allem in meinem Leben die Anschauung von der Furcht zur Liebe umgestaltete? Ich beschloss, mein Experiment zu erweitern. Zunächst allerdings musste ich mir betrachten, wie ich die Sicht hinsichtlich jeder bestimmten Person, jedem Ort oder Ding von der Furcht zur Liebe hin umstellen konnte.

 

Indessen erkundete ich diese Frage. Ich bemerkte, der erste Schritt beim Wechseln meines Seinsortes von einem Ort der Angst zu einem Ort der Liebe hin bestand darin, zu erkennen, dass beide Orte ein und derselbe Ort waren, schlicht und einfach auf unterschiedlichen Schwingungsebenen erfahren. Lasst mich das erklären.

 

Nehmen wir heiß und kalt. Falls wir nicht umsichtig sind, könnten wir zur Vorstellung gelangen, heiß und kalt seien zwei verschiedene Dinge. Wir könnten von ihnen als Gegensätzen sprechen. Und in der normalen menschlichen Begriffswelt würde man diese Bestimmung als korrekt ansehen. Aber in Wahrheit sind heiß und kalt einfach dasselbe Ding, in unterschiedlichen Ausmaßen erfahren. Wir sprechen von einem Zustand namens Temperatur. Dieser Zustand kann in vielen verschiedenen Weisen erlebt werden, abhängig von seiner Schwingung. „Kalt“ ist der Zustand namens Temperatur in einer bestimmten Schwingung. „Heiß“ ist eine Erfahrung von Temperatur auf einer alles in allem anderen Schwingung. Nichts außer der Schwingung hat sich geändert. Je höher die Schwingung, desto wärmer ist die Erfahrung der Sache namens Temperatur.

 

So steht es auch um die Bewandtnis namens Leben. Das Leben, erfahren auf einer bestimmten Ebene an Schwingung, taucht auf furchtsame Weise auf. Auf einer höheren Ebene an Schwingung erscheint das Leben als Liebe. Das Leben selbst ist ein Ding. Es sind nicht zwei Dinge, es ist nur ein Ding. Freilich erleben wir dieses eine Ding Augenblick um Augenblick anders, abhängig von dem Grad, in dem wir es zum Ausdruck bringen. Nun besteht das Wundersame beim Leben darin, dass wir über den Mechanismus Herr sind, durch den wir beschließen, welchen Grad wir erfahren. Wir können die Skala nach eigenem Gutdünken drehen auf „wie es war“. Wir können ganz beliebig eine „emotionale Temperatur“ auswählen. Wir tun dies mittels des Mechanismus des Gedankens, des Wortes und der Tat – der drei Schöpfungswerkzeuge.

 

Sobald ich in liebender Weise denke und liebevolle Dinge sage, und das tue, was die Liebe tun würde, gestalte ich wortwörtlich die Schwingung rund um eine bestimmte Person, um einen bestimmten Ort oder um eine bestimmte Sache um. Demzufolge kam es zu der Einlassung, dass jedermann liebenswert ist. Und, sofern Jeder Jeden liebte, und, sofern Jeder Jedem liebevolle Dinge tut – was heißt, sofern wir uns alle schier liebten -, würde jegliche negative Bewandtnis auf diesem Planeten geheilt. Niemand würde einen Anderen umbringen. Niemand würde einem Anderen Schaden zufügen, ihn verletzen oder ihn zu zerstören suchen. Und niemand würde sich untereinander vorenthalten. Und niemand würde vor einem in Angst dastehen, geschweige denn Dinge tun, die die Angst nähren.

 

Alles, was wir zu tun brauchen, ist sodann, uns auf dem Kontinuum des Lebens zu einem anderen Ort hinzubegeben. Leben ist ein Kontinuum. Es ist ein Kreis, keine gerade Linie mit einem Anfang und einem Ende. Der Kreis des Lebens bewegt sich in einem einzigen kontinuierlichen Fließen von dem, was wir Angst nennen, zu dem, was wir Lebe nennen. Es ist keine gerade Linie mit der Angst an der einen Seite und der Liebe auf der anderen Seite. Es ist eine zirkuläre Realität, das vom Einen zum Anderen in einer kontinuierlichen Bewegung fließt, und es ist alles das Gleiche.

 

Sobald wir begreifen, dass Furcht und Liebe das Gleiche sind, zum Ausdruck gebracht auf verschiedenen Ebenen an Gewahrsein oder an Schwingung, dann verstehen wir, dass gut und schlecht das Gleiche sind, welches auf verschiedenen Ebenen an Gewahrsein oder an Schwingung erlebt wird. Dies lässt es uns zu, die Behauptung, die in 'Gespräche mit Gott' getroffen wird, tiefer nachzuvollziehen, nämlich, dass „Hitler in den Himmel einging“.

 

Hören wir zum ersten Mal diese Feststellung, dann fragen wir uns, wie so etwas bloß wahr sein kann. Allein dann, wenn wir in Betracht nehmen, dass alles Leben ein Kontinuum darstellt, und dass kein einziges Ding von irgendeinem anderen getrennt ist, könnten wir diese tiefgreifende Behauptung über die Letztliche Wirklichkeit erfassen.

 

Meister sind Jene, die solches verstehen. Deswegen urteilen sie nicht, und verdammen auch nicht. Für einen Meister wäre die Aussage „Hitler ging in den Himmel ein“ selbst-redend. Natürlich wird Hitler in den Himmel eingehen, würde ein Meister sagen. Wohin sonst sollte Hitler gegangen sein? Wo sonst ist dort? Freilich kann auch der Himmel in höllischer Weise erfahren werden. Es hinge alles von der Wahrnehmung der individuierten Essenz des Lebens ab, indessen sie sich durch das Erleben bewegt. Nirgendwo ist dieses Verständnis in schlichten Begriffen klarer dargelegt, als in dem wunderbaren Film 'What Dreams May Come', der von Stephen Simon und Barnet Bain produziert wurde, zusammen mit dem Schauspieler Robin Williams. Dieser Film, vor einigen Jahren angelaufen, wurde zu einem Klassiker. Solltest du ihn noch nicht gesehen haben, nimm es dir deutlich vor, ihn dir anzuschauen. Er enthüllt eine große Wahrheit. Diese Wahrheit heißt, dass die Hölle nicht existiert, außer als eine Funktion und eine Erschaffung unseres eigenen Geistes. Sie ist ein Ort, aus dem wir uns in dem Moment fortzubewegen imstande sind, wie wir unsere Wahrnehmung wechseln und unseren Gesichtspunkt ändern.

 

Mit anderen Worten, sobald wir unseren stiftenden Gedanken wechseln, wird die Hölle zum Himmel und wird der Himmel zu allem was ist. In der menschlichen Erfahrung existieren bloß zwei stiftende Gedanken: Liebe und Angst. In meinem eigenen Leben war diese Enthüllung, wie sie mir in Gespräche mit Gott überbracht wurde, tranformierend. Sie hat alles verändert. Und ich schulde dieser simplen Wahrheit die Umwandlung, die mir inwendig in mir widerfahren ist. Allein dann, wenn ich in die Vibration der Angst zurückfalle, gerät meine nach außen gewandte und meine inwendige Realität wieder einmal kleiner, was mich zu einem Schatten meines wahren Selbst mindert.

 

zur Quelle